Labonca - Biohof


Projekt „Weideschlachthaus®

Ausgangslage:

Das Schlachten von Tieren wird in Europa generell industriell geführt und alle Tiere in einen gemeinsamen Topf geworfen. Sowohl Tiere aus artgerechten Haltungsformen, als auch industriell gehaltene Tiere müssen dieselben Qualen vor ihrem wohl „erlösenden“ Tod erleiden.

Aufgrund des Zeitdruckes bleibt den Arbeitern auf den Schlachthöfen nicht einmal genügend Zeit, um die Tiere 100%ig zu betäuben. Viele Tiere müssen deshalb „teilbetäubt“ getötet werden und erleben somit ihre eigene Schlachtung mit.

All dies ist nur deshalb notwendig, weil das Schnitzel noch billiger werden muss als es schon ist.

Daher möchten wir einen neuen, tierschutzkonformen Standard setzen in der Schlachtung von Schweinen, Rindern u. anderen Wiederkäuern und von Geflügel.

Das Weideschlachthaus:

Wir gehen in der Konzeptionierung des Weideschlachthauses davon aus, dass die Tiere ihre ureigensten Bedürfnisse ausleben dürfen und somit vor der Schlachtung auch eine Weide zur Verfügung haben.

Auf dieser, 30.000m² großen Weide in Burgau, steht ein etwa 250 m² großes Haus, mit integriertem Verarbeitungsgebäude. An dieses Gebäude grenzt auch schon die Weide-Infrastruktur wie Futterplätze und Tränken an, auch die Schlafunterstände sind unweit davon auf den Weiden zu finden.

In diesem Haus befindet sich die „Schlacht-Infrastruktur“, die Technik, die Kühlräume, und angrenzend auch die Verarbeitungsräume.

Betäubt werden die Tiere genau in diesem Bereich, am Futterplatz der an das Gebäude angrenzt.

Die Weiden sind so strukturiert, dass die Tiere schon Tage vor der Schlachtung angeliefert werden und parallel auch verschiedene Tiere (Rinder, Schweine, usw.) auf den Weiden gehalten werden können, ohne dass sie sich gegenseitig „Stress“ oder „Angst“ verursachen.

Bei der Weidehaltung werden unsere langjährigen Weidehaltungs-Erfahrungen eingebracht, sodass die Grundbedürfnisse der Tiere auf jeden Fall ausgelebt werden können und sie sich wohl fühlen in ihrer Umgebung.

Die Größe des Weideschlachthauses wird so konzipiert, dass eine Schlachtleistung von ca. 5000 kg Schlachtfleisch pro Woche möglich ist.

Dieses Projekt soll als Vorbild für „Lebensmittel-Autarke“ Regionen dienen, um ein neues „Schlacht-Bewusstsein“ zu wecken und einen Entwicklungsprozess in Gange zu setzen.

Die Schlachtung:

Die Tiere kommen bereits einige Tage vor der Schlachtung auf die Weiden, wo sie dann einiges neu zu erkunden haben und somit einige Tage beschäftigt sind.

Der kritischste und somit wichtigste Punkt bei unserer Schlachtungsweise ist die Betäubung. Denn alles was vor der Betäubung passiert, nimmt das Tier aktiv auf, entwickelt Emotionen wie Angst oder Neugier. Daher muss die Betäubung in einer Phase passieren, wo das Tier entspannt ist und sich frei u. sicher fühlt.

Dies gewährleistet unser Betäubungssystem im Fressbereich, wo die Tiere immer ihr Futter bekommen.

Das erfordert Fingerspitzengefühl u. Erfahrung, die wir in der langjährigen Haltung von Tieren im Freiland (Rinder u. Schweine) mittlerweile aufgebaut haben.

Die Art der Betäubung hängt von der Tierart ab, jedoch wird  nicht auf die Schnelligkeit wertgelegt sondern auf die Sicherheit der Betäubung und wie die Betäubung ohne Tier-Stress erfolgen kann. Schweine und Schafe werden durch eine Elektro-Zange betäubt, Rinder durch Bolzenschuss.

Alles was nach der Betäubung passiert, ist dem Tier bereits egal, ist nur mehr für die Fleischqualität und Lebensmittelhygiene wichtig.

Gleich nach der Betäubung erfolgt die Schlachtung in einem dafür hygienisch und technisch ausgestattetem Schlachtraum.

Die Initiatoren:

Das Weideschlachthaus® wird gebaut und betrieben von der Labonca OG, die mittlerweile Bekanntheit erlangt hat für seine besonders tiergerechte Haltung von Schweinen.

Biobauer Norbert Hackl und Küchenmeister Franz Wirth stehen hinter dem Namen „Labonca“ und verfolgen einen sehr kompromisslosen und geradlinigen Weg.

Unser Ziel ist ein ganzheitliches Konzept, welches das Wohl des Tieres und die Wertschätzung der LEBENSmittel ins Zentrum stellt.

Mit der Haltung der „Burgauer Sonnenschweine“ haben wir neue Maßstäbe für eine gänzlich andere Haltungsform von Schweinen gesetzt. Dafür hat der Labonca-Biohof als erster Bauernhof Österreichs den Österreichischen Tierschutzpreis im Jahre 2010 erhalten.

Mit dem Verkaufs- und Gastronomielokal „Labonca-sauGUT & KOSTbar“ geben wir dem wertvollen Produkt einen entsprechenden Rahmen.

Um dies konsequent weiterzuführen, verwirklichen wir nun ein eigenes, tierschutzkonformes Konzept zur Schlachtung von Nutztieren - das Weideschlachthaus®.

Zur Umsetzung des Projektes legen wir exklusiv „Weideschlachthaus – Genußscheine“ auf.

Nach Bekanntwerden dieses einzigartigen Projektvorhabens haben sich spontan folgende Personen u. Institutionen bereiterklärt, dieses Projekt in beratender Rolle zu unterstützen:

· Hr. Prof. Dr. med.vet. Josef Troxler, Leiter der Abteilung Nutztierhaltung auf der Vet-Med.Uni Wien.

· Fr. Prof. Dr. med.vet. Brigitte von Rechenberg von der Vet.-Med Uni. Zürich.

· Fr. Mag. Sasha Walleczek, Ernährungsexpertin und Buchautorin



Norbert Hackl,   Franz Wirth                    Burgau, im Jänner 2012


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